Das letzte Spiel der Saison ist da, und zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit kann man Arsenal ganz ruhig ansehen. Kein ständiges Rechnen mehr, kein Gedanke daran, wer fehlt, wer angeschlagen ist, mit welcher Elf wir rausgehen und was City oder irgendwer sonst gleichzeitig macht. Endlich kann es einfach nur Fußball sein.
Die Fans, die Spieler und alle Menschen rund um den Klub haben sich genau so ein Ende dieser Ligageschichte verdient. Ein klarer Kopf, volle Ränge und ein Abend, an dem man für einen Moment nicht an Rechnereien denkt, sondern nur an den Ball und daran, wie diese Mannschaft aussieht, wenn die ganze Last endlich von ihren Schultern fällt.
Es wird sehr spannend zu sehen sein, wie Arsenal völlig befreit wirkt. Nicht schläfrig, nicht locker im negativen Sinn, sondern gelöst. Genau dann erkennt man oft am besten, was in einem Team wirklich steckt, wenn es nicht mehr gegen die eigenen Nerven, sondern nur noch gegen den Gegner spielt.
Mikel Arteta klang vor dem Spiel wie ein Mann, der endlich wieder Luft holen kann. Er sagte, der Titelgewinn sei "one of the best feelings I've ever had", und genau diese Stimmung scheint auch um die Mannschaft zu liegen. Die Liga ist entschieden, der Pokal ist da, und nun bleibt zu sehen, wie ein Meister aussieht, wenn die Schultern endlich nicht mehr verkrampft sind.
Auf der anderen Seite kursieren noch ein paar Nebengeschichten, darunter auch die über Eze und mögliche Boni. Als Randnotiz interessant, im Kern aber völlig unwichtig. Die Liga hat ihr Urteil längst gesprochen, und dieser Abend gehört jetzt dem Genuss, dem Applaus und einem weiteren Blick auf das Team, das Arsenal nach 22 Jahren wieder ganz nach oben geführt hat.
Man muss jetzt keine zusätzliche Dramatik erfinden, wo es sie nicht mehr gibt. Dieses letzte Ligaspiel ist dazu da, tief durchzuatmen, die Mannschaft zu feiern und noch ein Bild aus einer Saison mitzunehmen, an die man sich sehr lange erinnern wird.
Genießt es, und danach sprechen wir wieder, um die Eindrücke zusammenzufassen.