Die Saison endete mit einem Sieg. Nicht mit einem Sieg, der den Puls jagt und jede Sekunde nach Tabellenstand messen laesst, sondern mit einem, der wie der saubere Schlusspunkt unter ein riesiges Jahr wirkte. Schon frueh war zu sehen, dass in diesem Spiel nicht mehr die volle Wettkampfhaerte steckte. Alles wirkte weicher, ruhiger und ohne groessere Eile. Realistisch waere das wohl ganz anders gewesen, wenn Manchester City den Titel nicht schon am Dienstag, dem 19. Mai 2026, mit dem Remis gegen Bournemouth aus der Hand gegeben haette, als viele noch mit einem Sieg gerechnet hatten.
Genau deshalb wirkte das Spiel eher wie die letzte Szene als wie eine neue Schlacht. Arsenal erledigte die Aufgabe, holte die drei Punkte und schloss die Saison mit einem 2:1 bei Crystal Palace ab. Die Tore von Gabriel Jesus und Noni Madueke reichten aus, um alles ruhig nach Hause zu bringen, ohne den Rhythmus eines Nachmittags zu stoeren, der ohnehin etwas Groesserem als nur diesem Spiel gehoerte.
Arsenal haette sogar noch mehr Tore machen koennen. Gyokeres verzog nur knapp am Pfosten vorbei, und kurz darauf haette er auch einen Assist bekommen koennen, doch Eze traf nicht. Nach einem fantastischen Antritt von Martinelli bekam auch Havertz die Chance, ein staerkeres Zeichen zu setzen, aber sein Zugriff war so wie das Spiel selbst: leicht, langsam und etwas zu nonchalant fuer einen Stuermer, der in solchen Momenten mehr Hunger zeigen muss. Ob man das eher verzeiht oder kritisiert, kann man diskutieren, aber eines ist klar: So eine Laessigkeit darf nie zur Gewohnheit werden.
Trotzdem muss man dieses Spiel jetzt nicht bis ins letzte Detail zerlegen, wie so viele andere in dieser Saison. Die eigentliche Wahrheit ist groesser und schoener. Arsenal beendete die Spielzeit mit einem Sieg, und danach wurde der Pokal nach 22 Jahren wieder hochgehoben. Dieser Moment wischte so viel Nervositaet, Zweifel, Punktverluste und all die Wochen weg, in denen es so wirkte, als kreise der Klub wieder um denselben alten Schmerz. Es fuehlte sich an wie frueher. Endlich ist er zu Hause, genau dort, wo er hingehoert.
Arteta sprach danach ueber Emotion und auch ueber Erleichterung, und das war schon ohne jedes Zitat zu sehen. Sky trug auch seine Worte weiter, dass die Mannschaft "incredible commitment and courage" gezeigt habe, und viel besser kann man diese Saison kaum in einem Satz zusammenfassen. In diesem Jahr war alles dabei, aber die Gruppe hat standgehalten. Am Ende warfen die Spieler ihren Trainer in die Luft, waehrend Selhurst Park Arsenal als Meister feiern sah, und vielleicht ist genau das das schoenste Bild des Tages.
Darum geht hier jetzt auch ein grosses Danke raus. Danke an die Spieler, danke an Arteta, und ein besonderes Danke an das medizinische Team, das in dieser Saison ruhiger und sauberer gearbeitet hat als in vielen Jahren davor. Wenn wir ehrlich sind, ist auch das einer der wichtigen Gruende dafuer, warum Arsenal jetzt genau hier steht.
Aber emotional ist die Saison noch nicht ganz abgeschlossen. Jetzt richten sich alle Blicke auf Freitag, den 30. Mai 2026. Dieses Datum kommt naeher, und mit ihm die Chance, aus einer grossen Saison eine historische zu machen.
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