Nach der europäischen Härte und Spannung gegen Atleti kehrt Arsenal in die Premier League zurück - in ein Spiel, das vielleicht nicht den Glanz eines Halbfinals trägt, aber dennoch volle Ernsthaftigkeit verlangt. Fulham ist kein Gegner, der freiwillig Platz macht, und Arsenal hat längst nicht mehr den Luxus, irgendjemandem Rhythmus, Ruhe oder Punkte zu schenken.
Es geht hier nicht nur um einen Sieg. Es geht um die Reaktion einer Mannschaft, die zeigen muss, dass sie den Fokus von Europa zurück auf die Liga legen kann, ohne an Schärfe zu verlieren und ohne jene angespannte April-Energie, die Arsenal in früheren Jahren schon oft geschadet hat.
Bukayo Saka verändert den Ton jedes Arsenal-Angriffs, und wenn dazu ein Stürmer kommt, der ohne Zögern Räume attackiert, wirkt alles sofort direkter. Genau deshalb werden viele Blicke wieder darauf gehen, wie früh das Mittelfeld Gyokeres findet und ob Arsenal mutig genug ist, den Moment zu nutzen, statt den Ball einen Pass zu lange kreisen zu lassen.
Fulham kann jedes Team bestrafen, das zu weich oder zu selbstsicher ins Spiel geht. Darum ist der Schlüssel einfach: Arsenal muss wie eine Mannschaft auftreten, die weiß, dass genau solche Spiele einen Titel mit aufbauen. Vom Ruf allein gewinnt hier niemand.
Wenn die Hausherren früh ihren Rhythmus finden, die Flügel mit dem Zentrum verbinden und dem Gegner keinen ruhigen Atemzug lassen, kann das ein weiterer Abend im Emirates werden, an dem Arsenal endlich mit gelöster Handbremse spielt. Und wenn das passiert, fühlt sich auf dieser Insel kaum ein Gegner wirklich wohl.
Autor: B.